Lerncoaches am Gymnasium St. Kaspar bieten nachhaltige Unterstützung

 

Drei Kollegen des Gymnasiums St. Kaspar, darunter Schulleiter Matthias Nadenau, haben sich zu Lerncoaches fortbilden lassen. Kostenloses Angebot an Schülerinnen und Schüler.


Der Unterrichtsstoff will einfach nicht in den Kopf, die Motivation zum Büffeln ist nicht besonders groß - manchmal geht es einfach nicht weiter, trotz unterschiedlicher Methoden, Anregungen und Materialien. Immer wieder beschreiben Schülerinnen und Schüler so ihr Problem und manchmal fragen sie auch um Rat.

„Manchmal hakt es einfach. Um die Blockade zu lösen, muss der Lernende herausfinden, wo das Problem eigentlich liegt“, bestätigt Miriam Herbst-Zeyrek. Die Lehrerin aus Neuenheerse hat sich zusammen mit Schulleiter Matthias Nadenau und ihrem Kollegen Torsten Grimm in einer vom Kreis Höxter organisierten Ausbildung zum Lerncoach fortbilden lassen. Lerncoaches begleiten die Schülerinnen und Schüler bei Bedarf und unterstützen sie, die Blockade zu bewältigen. Meist liege die Lösung für das Problem im Lernenden selbst, so Grimm. Durch die individuelle Begleitung könnten verborgene Ressourcen ermittelt und dann genutzt werden. Herbst-Zeyrek betont: „Wir Coaches liefern nur die Impulse. Die Schüler formulieren ihre Ziele und lernen im Coaching, eine passende Lernstrategie auszuwählen.“ Der Lerncoaching-Prozess führe, so Schulleiter Nadenau, zu einem selbstbestimmten und selbstverantworteten Lernen. Nadenau: „Darüber, dass wir nun mit den Lerncoaches über ein zusätzliches Team verfügen, das abseits des normalen Fachunterricht ein nachhaltiges Angebot zum Lernen-Lernen machen kann, bin ich sehr froh.“

Die Lerncoaches freuen sich auf Schüler, die das kostenlose Angebot annehmen möchten. V.l.n.r. Miriam Herbst-Zeyrek, Torsten Grimm und Schulleiter Matthias Nadenau.
Die Lerncoaches freuen sich auf Schüler, die das kostenlose Angebot annehmen möchten: v.l.n.r. Miriam Herbst-Zeyrek, Torsten Grimm und Schulleiter Matthias Nadenau.

Das kostenlose Angebot steht allen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung und ist vollkommen freiwillig. „Eine verordnete Beratung kann nicht funktionieren“, ist Herbst-Zeyrek überzeugt und freut sich auf Schülerinnen und Schüler, die das Angebot gern annehmen möchten.

Die Lerncoaches werden natürlich auch bereit stehen, wenn sich demnächst nach Zeiten von wechselndem Distanz- und Präsenzunterricht Schülerinnen und Schüler wieder an die ganz normale Schule gewöhnen müssen. „Wir gehen davon aus, dass unser Angebot dann besonders nachgefragt werden wird“, da sind sich die drei neu ausgebildeten Lerncoaches einig. Und natürlich stehen sie auch in Zeiten des Distanzunterrichtes für Kurzinterventionen per Telefon oder Videokonferenz zur Verfügung. Darin sind sie nun geübt, denn auch die beiden letzten Blöcke ihrer Lerncoachingausbildung fanden „auf Distanz“ statt.

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