St. Kaspar zeigt Maske: Schule in Coronazeiten

 

Selfie-Aktion wirbt für das Tragen von Schutzmasken. Erste Schüler kehren zurück an ihre Schule.

 

Vor den Eingängen weisen Markierungen auf den einzuhaltenden Mindestabstand von 1,50 Metern hin.
Vor den Eingängen weisen Markierungen auf den einzuhaltenden Mindestabstand von 1,50 Metern hin.

Maskenpflicht beim Einkaufen und im Bus – gerade von letzterem ist der Großteil der Neuenheerser Gymnasiasten betroffen. Dass Masken in diesen Zeiten ein Gebot des gegenseitigen Gesundheitsschutzes und damit der Höflichkeit sind, dafür möchten die Lehrer diejenigen sensibilisieren, die sich mit dem für uns ungewohnten Accessoire in der Öffentlichkeit noch schwer tun. Mit Selfies werben sie für das Tragen von Schutzmasken. „Abstand halten und Maske tragen - von uns allen wird zur Zeit ein Verhalten gefordert, das zu anderen Zeiten als wenig höflich oder merkwürdig gilt; da müssen wir Lehrer mit Überzeugungskraft und gutem Vorbild vorangehen“, betont auch Schulleiter Matthias Nadenau. Auch die Schülerinnen und Schüler sind eingeladen, sich zu beteiligen und Maske zu zeigen: Seine Mitmenschen zu schützen, kann auch modisch und stylisch sein. (Link zum Projekt: https://www.st-kaspar.de/masken/)

Jonas Schäfers unterrichtet die Schüler seines Mathematik- Leistungskurses im Abiturjahrgang.
Jonas Schäfers unterrichtet die Schüler seines Mathematik- Leistungskurses im Abiturjahrgang.

Doch bevor nach über fünf Wochen zumindest die Abiturienten wieder an ihre Schule zurückkehren konnten, hat es für Schulleitung, Schulträger und Lehrerkollegium viel Arbeit gegeben. Zahlreiche Telefon- und Videokonferenzen, dazu Notbetreuung in der Schule und Cloud-Unterricht aus der Ferne für all ihre zuhause gestrandeten Schüler fanden statt. Gefordert waren auch Hausmeister und Reinigungskräfte. So wurden zuletzt Hygienepläne überarbeitet und die Schule für den Schulstart in Coronazeiten vorbereitet. Dass sich oft etwas an der Situation ändere, sei eine große Herausforderung, so Hausmeister Markus Tewes. Er hat an allen Eingängen der Schule großflächige Abstandsmarkierungen geschaffen, um beim Betreten der Schule an das Abstandsgebot zu erinnern. Es gab viel zu tun in der Zeit vor dem Schul-Neustart: Hinweisschilder mussten montiert werden, zusätzliche Desinfektionsmittel wurden angeschafft, Klassenräume an die Schutzvorgaben angepasst. Und weil jeden Tag etwas auffällt, was noch besser gemacht werden kann, bleibt das auch so.

Clemens Rustemeier (Klasse 9c) hat ein Tool programmiert, welches den Zugang zu den Unterrichtsaufgaben erleichtert.
Clemens Rustemeier (Klasse 9c) hat ein Tool programmiert, welches den Zugang zu den Unterrichtsaufgaben erleichtert.

Besonders gefordert sind vor allem auch die Lehrerinnen und Lehrer: Abiturvorbereitung und demnächst Unterricht in Kleingruppen, unter ständiger Beachtung aller Sicherheitsregeln, sind eine Herausforderung. Doch auch der Unterricht der vergangenen Wochen war „anderer Unterricht“, oft Neuland und deshalb besonders aufwändig; das ist allen bewusst. Über eine Cloud, per E-Mail, Videokonferenzen und Telefon hielten die Lehrer Kontakt zu ihren Schülern und tun dies weiterhin. Dass die Motivation bei den Schülern erhalten bleibt, beweist der Einsatz des Neuntklässlers Clemens Rustemeier. Er sah die Möglichkeit, den Onlinezugang der Schüler zu Materialien und Arbeitsanweisungen zu optimieren und schrieb kurzerhand ein kleines Computerprogramm, das er nun seinen Mitschülern zur Verfügung stellt.

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